Chronik
Krumbeck gehört neben den neun weiteren Dorfschaften Arfrade, Curau, Dissau, Eckhorst, Horsdorf, Klein Parin, Malkendorf, Obernwohlde und Pohnsdorf zur Großgemeinde Stockelsdorf im Kreis Ostholstein.Der Name "Krumbeck" weist eindeutig auf einen Bach hin, der zum Ortsnamen wurde und ursprünglich um das Dorf einen großen Bogen gemacht hat. Krumbeck bedeutet im Niederdeutschen: "krummer Bach".
Ville Crumbeke 1321 wandelte sich über 1392 dat dorp to Krumbeke, 1433 Crumbeke, bereits 1650 in die heutige Schreibweise Krumbeck. 1856 tauchte allerdings mit Krummbek eine neue Version auf, die jedoch nicht von Bestand war. Seit 1908 ist die alte Schreibweise von 1650 mit Krumbeck wieder geläufig.
Krumbeck besteht nicht nur aus dem Dorf Krumbeck, der Krumbecker Hof ist auch ein schöner Bestandteil des Dorfes. Er ist auch heute noch im Besitz des Heiligen-Geist-Hospitals Lübeck. Um 1890 wird Krumbeck folgendermaßen beschrieben: Während sich Dorf und Dorfmark Krumbeck einheitlich um den gleichnamigen Bach und sein wunderschönes Schluchttal gruppieren, liegt das "Gut Krumbecker Hof" weit östlich der Heilsau, durch die Reinsbekwiesen und ein anschließendes kleines Tal nahezu völlig von der Dorfflut getrennt.
Kleiner, aber junger Ort
Bei aller durch kirchliche Obrigkeit geprägten Geschichte, die den Betroffenen durchaus Vorteile einbrachte, ist Krumbeck in diesen Tagen weltlich jung. Und wieder ist Krumbeck ein Objekt der Begierde aus Sicht der Lübecker. Viele "Neu-Krumbecker" sind aus der Hansestadt hierher gezogen, um ihren jungen Familien ein ländlich beschauliches Zuhause zu bieten.
Nicht Überall selbstverständlich, wird man hier freundlich und hilfsbereit empfangen. Allerdings muss der stadtverwöhnte Mensch hier auch auf einiges verzichten: Es gibt keine Schule im Ort, keine Gastronomie, nichts zum Einkaufen. Der letzte Lebensmittelhändler hat Ende der siebziger Jahre aufgegeben. Und einen Dorfkrug, so wissen die Alteingesessenen, hat sich in Krumbeck noch nie lange halten können. Herzlich begrüßt werden hier jedoch noch die "fliegenden Händler", wie ein Tante Emma Laden auf Rädern oder ein Bäcker, der seine Waren direkt vor die Tür liefert.
Auch in diesem Dorf wird die allgemein abnehmende Tendenz in der landwirtschaftlichen Entwicklung spürbar. Die meisten Krumbecker verdienen ihren Lebensunterhalt in den umliegenden Städten von Lübeck über Hamburg bis Kiel, die wenigsten mit professioneller Land- und Tierwirtschaft. Gerade auch deshalb sind nicht alle Einwohner nur verunsichert und verärgert über die sich nähernde A20, es gibt auch Vorteile durch die Autobahnauffahrt in unmittelbarer Umgebung in Mönkhagen.
Krumbeck hat 207 Einwohner (Stand Januar 2009). Unsere Kinder gehen in die Kindergärten von Curau oder Stockelsdorf, später werden sie in eine der Grundschulen von Stockelsdorf eingeschult. Von Krumbeck zu den Stockelsdorfer Schulen besteht eine gute Schulbusverbindung.
Wir haben ein Dorfleben wie man es sich vorstellt, mit vielen Angeboten für Groß und Klein. Dank eines motivierten Dorfvorstandes, einer durchaus vorzeigbaren Freiwilligen Feuerwehr und einer tollen Dorfgemeinschaft unternehmen wir viel rund ums Dorf. Tannenbaum verbrennen, Osterfeuer, Fahrrad- u. Motorradtouren, Dorf- und Kinderfest, Laterne gehen und vieles mehr fördert unser Zusammenleben.
Nicht umsonst heißt es in Krumbeck: "Wir Krumbecker fühlen uns wohl".
Andreas Haase
(Quellen: Auszüge Festschrift 700 Jahre Stockelsdorf, aktualisiert Januar 2009 und Auszüge aus "Dörfer u. Menschen" Gem. Stockelsdorf)
